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Programm

Montag 1. Dezember 2014  

Café Philo: Marquis de Sade, «Philosophie im Boudoir» – mit Michael Pfister und Stefan Zweifel

Gespräch

Datum: Montag 1. Dezember 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Ort: Debattierzimmer des Literaturhauses
Preis normal CHF 12.00
Preis ermässigt CHF 8.00

Teilnehmer/in:

200 Jahre nach dessen Tod diskutieren Michael Pfister und Stefan Zweifel über Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sades (1740-1814) Werk, dessen dunkle Ideen, Obsessionen und Werk auch in unserer Zeit noch immer jede Menge Diskussionsstoff hergeben und Reibungswärme erzeugen.

De Sade – ein nonkonformistischer Adeliger oder ein philosophischer Rebell? Sexuelle Ausschweifungen, Séancen, Sodomie, Geisselungen haben ihn ein Drittel seines Lebens hinter Gitter oder in Anstalten verbringen lassen. Er schreibt anonym publizierte obszöne Bücher und wird zu seiner Zeit dafür von allen Seiten heftig angegriffen. Auch im Jahre 2014 ist de Sade einmal mehr ein Thema; die einen bringen seinem in jedem Fall faszinierenden Œuvre grösste Bewunderung entgegen, andere wiederum lehnen es (selbst in Unkenntnis des Werks) auch noch heute rigoros ab. Flammende Anhänger oder nüchterne Kritiker fragen sich: Muss de Sade als grosser Autor gelten? Oder anders und mit Simone de Beauvoir : Faut-il brûler Sade?

 

Michael Pfister und Stefan Zweifel haben beide in Zürich Philosophie studiert und gemeinsam über de Sade, Hegel und La Mettrie promoviert. Sie haben zusammen das Buch «Pornosophie & Imachination» (Matthes & Seitz) verfasst  und eine zehnbändige Übersetzung des Sades «Justine und Juliette» herausgegeben. Stefan Zweifel ist freier Autor, Journalist, Übersetzer und Ausstellungsmacher; Michael Pfister ist freier Autor, Lehrer für Philosophie und Deutsch, und Koleiter eines Lehrgangs in Philosophie für Fachleute aus Medizin und Psychotherapie.