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Programm

Mittwoch 12. Dezember 2012  

«Ces voisins inconnus» - Maurice Chappaz

Maurice Chappaz – der grosse Sänger unserer Existenz. Ein Panoramaabend mit Charles Linsmayer und Regula Imboden. Unter dem Titel «In Wahrheit erleben wir das Ende der Welt» hat Charles Linsmayer Prosa, Briefe und Lyrik aus allen Lebensaltern von Maurice Chappaz zusammengestellt und um eine Biografie ergänzt («Reprinted by Huber», 2012). Er und Regula Imboden präsentieren Texte aus diesem Lesebuch, optisch ergänzt mit Fotos und Filmauszügen, in denen Chappaz selbst zu Wort kommt.

Datum: Mittwoch 12. Dezember 2012
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Teilnehmer/in:
Reihe:

«Der Akt des Schreibens ist eine geglückte Verrücktheit», hat Maurice Chappaz (1916–2009) über Walser gesagt. Eine eigensinnig durchgehaltene – und durchaus geglückte! – Verrücktheit, mit der er selbst sich schon in jungen Jahren von Familie und Gesellschaft absetzte, um aus der Walliser Landschaft und ihrer Zerstörung durch die moderne Zivilisation wie ein Prophet des Alten Testaments herauszulesen, was niemand wahrhaben will: dass das Ende der Welt nicht unter den Posaunen der Apokalypse plötzlich über uns hereinbrechen werde, sondern von uns selbst Schritt für Schritt herbeigeführt wird.

 

Maurice Chappaz, der von 1942 bis 1979 mit der Dichterin Corinna Bille liiert war, gehörte zu den prägenden Autoren der Romandie. In seinem Œuvre hat er die Landschaft des Wallis in ihrer Schönheit und in ihrer Gefährdung zum Ereignis gemacht. Dabei stand die subjektive Wahrnehmung auf eine Weise im Zentrum, die alles, was er schrieb, immer auch zur Selbstbegegnung werden liess.

Mit freundlicher Unterstützung der Oertli-Stiftung.