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Programm

Montag 26. März 2012  

Davide Longo

In seinem Roman «Der aufrechte Mann» (Rowohlt 2012) präsentiert Davide Longo die dystopische Vision eines anarchischen Italiens. Mit dem Autor spricht Pietro de Marchi (auf Italienisch mit deutscher Übersetzung), aus der deutschen Übersetzung liest Armin Berger.

Datum: Montag 26. März 2012
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
Moderator/in:
Teilnehmer/in:

 

In «Der aufrechte Mann» entwirft der junge italienische Autor Davide Longo eine düstere Gesellschaftsvision: In Italien sind alle Systeme zusammengebrochen. Der Staat oder was noch von ihm übrig ist macht Jagd auf die «Externen» (Roma und Ausländer), lokale Milizen kontrollieren die Dörfer und Räuberbanden ziehen marodierend durchs Land. Wer kann, versucht, sich über die französische oder schweizerische Grenze in Sicherheit zu bringen. Auch Lorenzo, 52, Universitätsprofessor und Autor, will seine Familie retten. Dabei muss er ein Mass an Mut und Entschlossenheit aufbringen, das er in seinem bisherigen Leben nicht gekannt hat. In karger, eindringlicher Sprache erzählt Davide Longo eine Geschichte, die bisweilen bis an die Grenzen des Erzählbaren geht, und den Leser noch lange nach der Lektüre nicht loslässt.

Davide Longo wurde 1971 bei Turin geboren, wo er auch heute lebt. Für seine eindringliche Schilderung des kargen Lebens in der Grenzregion Piemont in seinem zweiten Roman „Der Steingänger () wurde er u.a. mit Cesare Pavese verglichen. Er ist auch Autor von Kinderbüchern sowie Kurzfilmen und Dokumentarfilmen.

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