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Programm

Freitag 9. November 2007  

Die Ästhetik des Obszönen

Datum: Freitag 9. November 2007
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 15.00

Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Es diskutieren die französische Autorin Catherine Millet, die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen und der Schriftsteller Thomas Hettche über die Obszönität zwischen Ekel und Ästhetik. In deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung durch Ivan Farron.

«Dieser Arsch führt ins Paradies», schrieb Pietro Aretino 1524 in seinen «Sonetti lussuriosi» - was genau der Autor unter Paradies versteht, das ist und bleibt sein Geheimnis.

Im Zuge der Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion von Elfriede Jelineks «Über Tiere» organisiert das Theater am Neumarkt zusammen mit einigen Partnern - so auch dem Literaturhaus - Anlässe rund um die Liebe im Zeitalter ihrer unbegrenzten Käuflichkeit.

Drei Denkerinnen und Denker, die sich alle auf ihre Art intensiv mit dem Begriff des Obszönen auseinandersetzten, knöpfen sich an diesem Abend den Grenzgang der Obszönität zwischen Schönheit und ekelerregender Abstossung vor: Elisabeth Bronfen ist Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und gilt als eine der Expertinnen in Sachen Darstellung der Weiblichkeit. Catherine Millet ist Expertin für Moderne Kunst und Chefredakteurin des Magazins Art Press. Ihr Buch «La vie sexuelle de Catherine M» (Edition Seuil, 2001) erregte in ganz Europa grosses Aufsehen und viel Ärger. Thomas Hettche ist einer der renommiertesten Autoren deutscher Sprache; er hat Pietro Aretinos «I modi» neu herausgegeben unter dem Titel «Stellungen. Vom Anfang und Ende der Pornographie» (DuMont 2003).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater am Neumarkt.