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Programm

Donnerstag 27. Juni 2002  

Die Tagebücher Thea Sternheims

Datum: Donnerstag 27. Juni 2002
Zeit: 20.00 Uhr

Teilnehmer/in:

«Eine interessante Frau, eine bedeutende Frau, was muss sie alles erlebt haben und wieviel sie weiss», sagte Max Niedermayer zu Gottfried Benn nach der Lektüre von Thea Sternheims Roman «Sackgassen». Sie hatte in der Tat viel erlebt, die zweite Frau und Muse des Dramatikers Carl Sternheim. Und davon hat sie 65 Jahre lang, von 1903 bis 1971, in ihren Tagebüchern geschrieben: Von Krieg und Emigration, von ihren Begegnungen mit Benn, André Gide, Julien Green, Picasso, Max Ernst, Max Reinhard und vielen anderen, von ihrem Kampf um Selbständigkeit in der Ehe mit dem Erotomanen und zunehmend grössenwahnsinnigen Sternheim, von der Auseinandersetzung mit den drogensüchtigen Kindern, von ihren Lektüren und von der Suche nach geistiger Orientierung in einer aus den Fugen geratenden Zeit.

Im Wallstein-Verlag erscheint nun erstmals eine repräsentative Auswahl in fünf Bänden. Die Herausgeber Thomas Ehrsam (Bibliotheksleiter der Museumsgesellschaft) und Regula Wyss stellen Edition und Autorin vor, Peter Geiger, ein naher Freund in ihren letzten Jahren, erzählt von ihr.

Die Schauspielerin Maria Becker liest aus den Tagebüchern.