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Programm

Mittwoch 28. Januar 2015   Ausverkauft

Eugen Gomringer zum 90sten

Lesung - Moderation: Stefan Zweifel - Mit einer Laudatio von Peter von Matt

Datum: Mittwoch 28. Januar 2015
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Eugen Gomringer wird 90! 1970, vor nunmehr 45 Jahren, schreibt der Spiegel zur visuellen und konkreten Poesie: «Solche Wort-Malereien, Übergriffe dieser neuesten (auch «konkret» genannten) Lyrik auf die bildnerische Nachbardisziplin, wie sie aus den Gattungen Skulptur, Musik und Theater längst als «Mixed Media» bekannt sind, werden nunmehr auch vom Establishment immer höher eingeschätzt.» Heute ist Eugen Gomringers Werk so lebendig und widerständig wie eh und je, die Freude am Spiel ungebrochen, von Establishment keine Rede. Seine «optisch völlig erfassbare und darum vor Interpreten sichere Poesie subtiler Wort-Konstellationen, in der jedes Gedicht eine Realität an sich und ein Gebrauchsgegenstand sein sollte» beschäftigt die Literatur, die Performer, die Kunst heute so wie vor 45 Jahren - Grund genug, ihm einen Abend im Literaturhaus und in Zürich, seiner ‚Vaterstadt‘, zu widmen.

Eugen Gomringer, am 20. Januar 1925 in Bolivien geboren, als Sohn eines Schweizers und einer Bolivianerin, gilt als Vater der Konkreten Poesie. Nach dem Studium der Nationalökonomie und Kunstgeschichte in Bern und Rom arbeitete er von 1954 bis 1957 als Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung Ulm. 1953 gründete er mit Dieter Roth und Marcel Wyss die Zeitschrift «Spirale» und gab bis 1965 die Buchreihe «konkrete poesie – poesia concreta» heraus. Er war Leiter des Schweizerischen Werkbundes und Leiter des Kulturbeirats der Rosenthal AG in Selb. Seit 1971 ist er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Überdies lehrte er von 1977 bis 1990 als Professor für Theorie der Ästhetik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Er war Mitglied des documenta-Rates zur 4. documenta 1968 in Kassel. 1988 wurde er Intendant des Internationalen Forums für Gestaltung in Ulm. Und im Jahr 2000 gründete er das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) an seinem langjährigen Wohnort, dem oberfränkischen Rehau. Seine Sammlung bildete den Grundstock des Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt.