Partner:   Stadt Zürich Kultur      Zürcher Kantonalbank

Programm

Donnerstag 20. April 2006  

Feridun Zaimoglu

Datum: Donnerstag 20. April 2006
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 15.00

Autor/in:
Moderator/in:

Karin Schneuwly vom Literaturhaus führt mit Feridun Zaimoglu das Gespräch.

Feridun Zaimoglu wendet in seinem neuen Roman «Leyla» (Kiepenheuer & Witsch, 2006) den Blick zurück auf das Land, aus dem er mit seinen Eltern kam: fettes Ackerland, Brombeergestrüpp, myrthenduftende Hügel, Hochebenen, die nur wenige Dörfer zählen; eine anatolische Kleinstadt, in der ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen, den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist - und in der all das ins Wanken gerät. Aus der Sicht des heranwachsenden Mädchens Leyla wird alles, was den Leserinnen und Lesern fremd schien, bis in die Gerüche vertraut und bis in die Nöte kleiner Angestellter und Bauern einsichtig gemacht. Mit einer einfachen und poesiesinnigen Sprache erzählt Zaimoglu vom Erwachsenwerden eines Mädchens, vom Zerfall einer Familie und von einer Welt, aus der sich viele als Gastarbeiter nach Deutschland aufmachten.

Feridun Zaimoglu wurde 1964 in Bolu, Türkei, geboren. Er lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Weitere Titel: «Kanak Sprak» (1995) und «Zwölf Gramm Glück» (2004). Er ist ein engagierter Beobachter und Vermittler der jungen Einwanderergeneration, die hier zu Hause ist und sich trotzdem nicht aufgenommen fühlt.

Bücher in der Museumsgesellschaft: