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Programm

Montag 13. Dezember 2004  

Franz Josef Czernin und Felix Philipp Ingold

Datum: Montag 13. Dezember 2004
Zeit: 20.00 Uhr

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Moderator/in:

Wenige von denen, die heute über Dichtung sprechen, nehmen sie so ernst und das Sprechen darüber so genau wie Franz Josef Czernin und Felix Philipp Ingold. Czernin interessierte an der Dichtung seit jeher die Frage ihrer Verbindung mit der Erkenntnis: Welche Idee bzw. welche Erkenntnis kommt in der Dichtkunst zum Ausdruck? Und wie? Und inwiefern sind die Sprache, die Grammatik oder die Form eines Sonetts Ausdruck von denkerischen Inhalten?

Felix Philipp Ingolds Dichtung hingegen hat nicht vorrangig mit Erkenntnis zu tun, denn schliesslich soll sie Herz und Verstand gleichermassen erobern. Die prekäre Befindlichkeit unserer Existenz, die Flüchtigkeit unserer Anschauungen sind die Elemente seiner Gedichte, und die Sprache ist von derselben prekären Verfassung: stolpernd, sich korrigierend und ins Wort fallend, auslassend - denn Schönheit ist eine Frage der Überrumpelung.

Die Gedichte beider Autoren erscheinen im Literaturverlag Droschl.

Marco Baschera diskutiert mit Czernin und Ingold über zwei letztendlich gegensätzliche Pole der heutigen Dichtung.

Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Generalkonsulats.

Bücher in der Museumsgesellschaft: