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Programm

Montag 20. Januar 2014  

Friedrich von Borries und Nora Bossong

Geld und Kapital: Bossong und Borries schicken sich an, das Wirtschaftssystem mit den Waffen der Literatur wenn schon nicht zu Fall zu bringen, so zumindest zu durchleuchten. Diskussion mit kurzen Lesepassagen, Moderation: Gesa Schneider.

Datum: Montag 20. Januar 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:

Zwei sehr unterschiedlich gemachte Texte, ein sehr ähnliches Thema. «RLF», die Abkürzung für Adornos «Es gibt kein richtiges Leben im falschen», ist der Name einer neuen, revolutionären Bewegung aus Berlin. «RLF» tritt an, das kapitalistische Wirtschaftssystem mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Doch die Revolution hat ihren Preis. Davon schreibt Friedrich von Borries in seinem  Roman (Suhrkamp). Nora Bossong packt das Thema von einer anderen Seite an. In «Gesellschaft mit beschränkter Haftung» (Hanser) muss Luise Tietjen, 27 Jahre alt, Erbin einer großen Handtuchfabrik, feststellen, dass das Erbe von der Elterngeneration unter nicht ganz geklärten Umständen durchgebracht wurde. Kühl und elegant erzählt Bossong von Aufstieg und Fall eines Familienunternehmens.

Friedrich von Borries, geboren 1974, ist Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Er lehrte an verschiedenen Universitäten, darunter in Berlin und an der Stiftung Bauhaus Dessau, ausserdem war er Gastwissenschaftler an der ETH Zürich und dem MIT Cambridge.  In Berlin leitet er das Projektbüro Friedrich von Borries. Dies ist sein zweiter Roman.

Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut und an der Humboldt-Universität in Berlin Philosophie und Komparatistik. Sie veröffentlichte die Romane «Gegend» (2007) und «Webers Protokoll» (2009). Ihr Gedichtband «Sommer vor den Mauern» (2011) wurde 2012 mit dem Peter Huchel-Preis ausgezeichnet.

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