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Programm

Donnerstag 26. Juni 2014  

Georgi Gospodinov

In «Physik der Schwermut» (Droschl 2014) führt uns Georgi Gospodinov durch die verwinkelten Gänge der Minotauros-Sage und der bulgarischen Geschichte. Das Gespräch (in Englisch) führt Ulrich Schmid, auf Deutsch liest Daniel Hajdu.

Datum: Donnerstag 26. Juni 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
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Auf dem Cover von Georgi Gospodinovs zweitem Roman reckt ein schwarzer Minotauros sein Haupt vor lichtblauem Hintergrund. Die Legende des Minotauros dient Gospodinov, unter anderem, als Vorlage für den Roman einer Kindheit. Wobei eine Kindheit zu kurz gegriffen ist für dieses Buch: Der Erzähler fühlt sich in grenzenloser Empathie in alles und jeden ein, und erlebt dann, was diese anderen erleben – ob das nun sein Grossvater zum Beginn des 20. Jahrhunderts war, der in ein Labyrinth eingesperrte Minotauros, ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern in einer Kellerwohnung lebt und die Welt durch ein Fenster auf dem Niveau eines Gehsteigs betrachtet, oder eine Schnecke, die gerade verschluckt wird. Der Leser folgt ihm gebannt durch das Labyrinth dieser kurzen poetischen Kapitel, in dem am Ende ein Anfang, ein Vater und ein Dinosaurier stehen.

 

Georgi Gos­po­di­nov (1968) ist einer der meist über­setz­ten bul­ga­ri­schen Schrift­stel­ler nach 1989. Sein Werk umfasst Thea­ter­stü­cke, Prosa und Lyrik. Er lebt und arbei­tet in Sofia. Vier sei­ner Gedicht­bände wur­den mit natio­na­len Lite­ra­tur­prei­sen aus­ge­zeich­net, ein Band aus­ge­wähl­ter Gedichte erschien unter dem Titel “Klei­nes mor­gend­li­ches Ver­bre­chen“ (Dro­schl, 2010) in deut­scher Spra­che. Sein Roman „Natür­li­cher Roman“ (Dro­schl, 2007) wurde in 23 Spra­chen über­setzt. Die deut­sche Aus­gabe wurde als „ein klei­nes, raf­fi­nier­tes Meis­ter­werk“ (FAZ) gewür­digt und der Autor als „expe­ri­men­tel­ler Humo­rist der Ver­zweif­lung“ (NZZ) bezeich­net.  "Phy­sik der Schwer­mut" (2012) hielt sich meh­rere Wochen an der Spitze der Best­sel­ler­lis­ten Bul­ga­ri­ens, der Roman ist nominiert für den Internationalen Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt und für den Premio Strega Europeo.

Georgi Gospodinov ist momentan Stipendiat bei der Stiftung Landis & Gyr in Zug.

 

 

Bücher in der Museumsgesellschaft:

Nominiert für den Internationalen Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt.