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Programm

Mittwoch 21. April 2010  

Iris Hanika ------Veranstaltung fällt aus--------

Datum: Mittwoch 21. April 2010
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
Moderator/in:

Die Veranstaltung fällt leider aus.

Martin Zingg spricht mit Iris Hanika über ihren neuen Roman «Das Eigentliche» (Droschl, 2010).
 
Iris Hanika, eine der spannendsten neuen Stimmen in der deutschsprachigen Literatur, hat sich eines heiklen Themas angenommen: Was eigentlich, fragt sie, sind Erinnerungen? Sind sie etwas Individuelles, Flüchtiges oder werden sie durch die Geschichte als etwas Kollektives, Beständiges konstruiert? Im Geflecht von Geschichtserfahrung und individueller Vergangenheit suchen die beiden Protagonisten Hans Frambach – seines Zeichens Archivar im Institut für Vergangenheitsbewirtschaftung - und Graziela Schönbluhm einen Ausweg aus dem Leiden an der Vergangenheit. Ein einfaches Unterfangen? Mitnichten. Denn, wie in Hanikas Roman feinsinnig zu lesen ist: «An sein Unglück war er jetzt nämlich gewöhnt.» Darin schwingt nicht nur das grosse Thema der Möglichkeit des Schreibens nach Auschwitz mit, die Autorin schreibt auch entlang der Absurditäten rund um die Professionalisierung und Kommerzialisierung des Gedenkens.

Iris Hanika, 1962 in Würzburg geboren, lebt in Berlin. Sie hat sich u.a. intensiv mit der lacanianischen Psychoanalyse befasst. Zu ihrem Werk gehören u.a. «Treffen sich zwei» (Droschl, 2008) und «Musik für Flughäfen. Kurze Texte» (edition Suhrkamp, 2005) erschienen.

Bücher in der Museumsgesellschaft: