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Programm

Donnerstag 16. April 2015  

Iris Hanika – Wie der Müll geordnet wird

Lesung - Moderation: Martin Zingg

Datum: Donnerstag 16. April 2015
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
Moderator/in:

Wie das Leben sinnvoll zu leben sei, fragen sich Autorinnen und Autoren seit Jahrhunderten, von Marc Aurel bis zu Nikolaj Ostrowski in «Wie der Stahl gehärtet wurde», einem Klassiker des Sozialismus. In «Wie der Müll geordnet wird» (Droschl 2015) verkehrt Iris Hanika diese Frage in ihr Gegenteil: Um «ein wahrhaftiges, ehrliches und auf diese Weise erfüllendes Leben» zu führen, beschliesst Antonius, nur noch sinnlose Dinge zu tun. Wie das Aufräumen von Mülltonnen, zum Beispiel, oder der Besuch von Einkaufszentren (um den Menschenhass zu stärken), oder das Schlürfen von Suppen beim gemeinschaftlichen Essen. Als er sich zu fragen beginnt, ob Mülltonnenkontrolle nicht vielleicht doch eine sinnvolle Tätigkeit sei, hört er sofort wieder auf damit. Dies ist die Ouvertüre zu einem Roman, der mit der grossartigen Metapher des Müllordnens einen ganz weiten Bogen aufmacht: Es geht um das Verschwinden und Erinnern, um Liebe und Jugend und Alter und letztendlich doch irgendwie um den Sinn des Lebens. In diesem neuen Roman erweist sich Iris Hanika einmal mehr als eine der raffiniertesten Erzählerinnen der deutschsprachigen Literatur, die gekonnt zwischen Witz und Tragik hin und her wechselt.

Iris Hanika, *1962 in Würzburg, lebt in Berlin. 2006 erhielt sie den Hans-Fallada-Preis. Ihr Roman «Treffen sich zwei» war 2008 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, «Das Eigentliche» (2010) wurde mit dem European Union Prize for Literature und dem Preis der LiteraTourNord ausgezeichnet.

Bücher in der Museumsgesellschaft:

Büchertisch: Buchhandlung Klio