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Programm

Mittwoch 23. Januar 2008  

Michael Maar über Vladimir Nabokov

Datum: Mittwoch 23. Januar 2008
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 15.00

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Michael Maar stellt seine Nabokov-Monographie «Solus Rex» vor und lässt sich von Thomas Bodmer darüber befragen.

«Lolita ist berühmt, nicht ich», sagte Vladimir Nabokov, der als einer der grössten Autoren des 20. Jahrhunderts in Deutschland bislang noch nicht mit einer Monographie gewürdigt wurde. Michael Maars fulminante Studie «Solus Rex. Die schöne böse Welt des Vladimir Nabokov» (Berlin Verlag, 2007) schafft Abhilfe. Nabokov, der Mandarin, der ein Werk voller Rätsel hinterlassen hat - dieser Mandarin wird bei Maar zu einem Menschen von zugleich heikler und sympathischer Grösse. Maar erweist sich als glänzender Interpret und Spurensucher im so vielschichtigen und faszinierenden Werk Nabokovs. Er entdeckt verborgene Quellen, aufschlussreiche Anspielungen, versteckte Zitate und geheimnisvolle Bilder. Beeindruckt stellt man fest, wie Maar das Geflecht aus Zeichen und Symbolen herausarbeitet, in das Nabokov seine Figuren verstrickt, um sie am Ende - gewissermassen als göttlicher Autor - zu erlösen.

Michael Maar hat schon früher manche Rätsel, Fallen und doppelte Türen in den Werken von Nabokov oder von Thomas Mann gelüftet, so in «Das Blaubartzimmer. Thomas Mann und die Schuld», «Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte» (2002) und in «Lolita und der deutsche Leutnant» (2005).

Bücher in der Museumsgesellschaft: