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Programm

Montag 3. Juni 2002  

Pramoedya Ananta Toer (Indonesien)

Datum: Montag 3. Juni 2002
Zeit: 20.00 Uhr

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Auf Einladung von HEKS und SOLIFONDS kommt der wohl berühmteste indonesische Schriftsteller erstmals für eine Lesereise in die Schweiz.
Pramoedya Ananta Toer (geb. 1925) gilt als das Gewissen Indonesiens. Nach der Machtübernahme durch General Suharto im Jahr 1965 wurde er, wie Hunderttausende andere, verhaftet und jahrelang ohne Gerichtsurteil auf der Gefangeneninsel Buru festgehalten. Nach seiner Entlassung 1979 schrieb er sein bekanntestes Werk, die Buru-Tetralogie: «Garten der Menschheit», «Kind aller Völker», «Spur der Schritte», «Das Glashaus» (bisher liegen die ersten drei auf Deutsch vor). Pramoedyas Bücher waren in Indonesien verboten. Bis 1999 war er in Jakarta unter Haus- und später Stadtarrest gestellt. Unbeugsam fordert er die Aufklärung der Verbrechen des Suharto-Regimes und setzt sich für Gerechtigkeit und Demokratie ein.

Der Autor liest kurze Ausschnitte in indonesischer Sprache, u.a. aus der autobiographischen Sammlung «Stilles Lied eines Stummen. Aufzeichnungen aus Buru», und stellt sich den Fragen des Publikums. Einführung in Leben und Werk des Autors, Lesung der deutschen Texte und Übersetzung der Diskussion: Brigitte Schneebeli.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit HEKS, SOLIFONDS und dem Literaturpodium der Stadt Zürich.






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