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Programm

Montag 21. September 2009  

Sixties: Peter Bichsel und Jörg Steiner im Gespräch mit P. von Matt

Datum: Montag 21. September 2009
Zeit: 20.00 Uhr

Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Veranstaltungsort: Aula der Uni, Rämistrasse 71

Eintritt frei, keine Reservation möglich

Der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe «Literarisches Leben der Schweiz in den 60er-Jahren»  ist so etwas wie ein Traumstart: Alle Gesprächsteilnehmer haben, auf verschiedene Weise und in unterschiedlichen Institutionen und Funktionen, viele Jahre lang das literarische Leben (nicht nur der Schweiz) geprägt und tun es immer noch. Im Blick auf die Schreibanfänge von Peter Bichsel und Jörg Steiner, die zum Teil noch in die 50er-Jahre zurückreichen, sollen die Arbeitsbedingungen für einen Schweizer Autor erörtert werden (etwa die Verflechtungen mit der Gruppe 47). Desgleichen wollen wir an in- und ausländische Resonanzen und Widerstände, kollegiale Projekte und Gemeinschaftsunternehmen erinnern. Literarische Debatten der Sixties, die zu Unrecht im Schatten von 1968 stehen, sollen neu ins Licht gerückt werden (Heissenbüttel, Konkrete Poesie, «neuer Realismus»). Und womöglich ist auch das Verhältnis von Literatur und Literaturwissenschaft ein Thema dieses ersten Abends.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Literaturhauses mit dem Deutschen Seminar der Universität Zürich. www.ds.uzh.ch. Mit freundlicher Unterstützung durch die UBS Kulturstiftung und Migros-Kulturprozent.

 

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe  «Literarisches Leben der Schweiz in den 60er-Jahren».

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Das Erbe der 68er war im vergangenen Jahr immer wieder Thema; die politische Rechte machte die Generation der 68er für sämtliche Fehlentwicklungen verantwortlich: im Bildungswesen, im Strafvollzug, im Sozialbereich. Die Schieflage der gesellschaftspolitischen Diskussion mag mit verursacht sein durch das vorherrschende Halbwissen über diese Zeit (und insbesondere auch die frühen 60er-Jahre). Dem wollen wir begegnen, indem wir diese Jahre von der literarischen und kulturpolitischen Seite her ins Blickfeld rücken und Zeitzeugen aus dem Literatur- und Verlagsbetrieb erzählend, lesend und diskutierend zu Wort kommen lassen. Die vom Deutschen Seminar der Universität Zürich und dem Literaturhaus organisierte Veranstaltungsreihe wird die Entwicklungen in den Bereichen Literatur, Theater und Verlagswesen im Kontext der politischen Veränderungen der sechziger Jahre nachzeichnen und dabei die literarischen und kulturellen Erbschaften dieser Zeit herauskristallisieren. Es finden insgesamt sieben Veranstaltungen statt, einige im Literaturhaus und einige an der Universität.