Partner:   Stadt Zürich Kultur      Zürcher Kantonalbank

Programm

Sonntag 18. Oktober 2009  

Wahlverwandtschaften - Kafka-Fragmente

Datum: Sonntag 18. Oktober 2009
Zeit: 11.15 Uhr
Preis normal CHF 30.00

Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Aufführungsort: Tonhalle, Kleiner Saal, Gotthardstr. 5

Mit Peter von Matt (Einführung). Juliane Banse (Sopran) und András Keller (Violine) interpretieren György Kurtágs Kafka-Fragmente op. 24. Der Schauspieler Thomas Sarbacher liest Texte von Franz Kafka.

Franz Kafka bezeichnete sich selbst nicht nur als unmusikalisch - er war geradezu stolz darauf, «Die lustige Witwe» nicht von «Tristan» unterscheiden zu können. Vielleicht ist es die seinen Tagebüchern zu entnehmende unmusikalische Bockigkeit und seine Behauptung, er sei unvertonbar, die viele Komponisten gereizt hat, sich mit seinem Werk zu beschäftigen. Ein Höhepunkt der Kafka-Vertonungen sind György Kurtágs Kafka-Fragmente für Sopran und Violine. Kurtág ist nicht der Kafka der modernen Musik. Aber er teilt, mehr als jeder andere Komponist, mit diesem Dichter die erfreuliche Halsstarrigkeit, den Willen zum Unbedingten, den Drang zum Äussersten in allem, den Abscheu vor dem künstlerischen Kompromiss. Franz Kafkas Schreiben und György Kurtágs Komponieren - es sind vielleicht die bedeutendsten Beispiele für die Kammerkunst des 20. Jahrhunderts, Versuche, in lauten, kleinen Zimmern die Utopie des schönen, geraden Lebens aufrechtzuerhalten.

Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Kartenvorverkauf nur über die Tonhalle (044 206 34 34), Reservationen auch über das Literaturhaus möglich. Alle reservierten Karten müssen bis 15. Oktober an der Kasse der Tonhalle abgeholt werden.