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Programm

Sonntag 29. Juni 2014  

Wahlverwandtschaften – Literatur und Musik

Luigi Nono – Entfesselung der Phantasie «Musik als komponierter Ausdruck des Worts» (Luigi Nono)

Datum: Sonntag 29. Juni 2014
Zeit: 11.15 Uhr
Ort: Tonhalle, Kleiner Saal, Claridenstrasse 7
Preis normal CHF 30.00

Reihe:

Luigi Nono
«Sarà dolce tacere», Gesänge für 8 Solisten nach «La terra e la morte» von Cesare Pavese (1960)

Helmut Lachenmann
Consolation für 12 Stimmen und 4 Schlagzeuger (1967)

Madrigale von Carlo Gesualdo, Josquin Desprez, Luca Marenzino, Orlando di Lasso
Gedichte von Friedrich Hölderlin, Cesare Pavese, Heiner Müller, Rilke, Giuseppe Ungaretti, Antonio Machado u. a.

Schola Heidelberg Chor
Walter Nussbaum Chorleiter und Dirigent
Friederike Wagner Lesung
Elmar Weingarten im Gespräch mit Helmut Lachenmann

Luigi Nono (1924-1990) war eine einzigartige, charismatische Erscheinung unter den Komponisten der Nachkriegs-Avantgarde. Kompromisslos suchte er nach neuen Mitteln, «Musik in direkte Beziehung zum Menschen zu setzen», und stellte die gefundenen Wege ebenso wieder in Frage. Sein letztes grosses Werk, «Prometeo», ist der radikalste Versuch, ein anderes Hören zu erreichen und damit das Fühlen und Erkennen zu verändern. Nonos Auseinandersetzung mit Texten u.a. von Giuseppe Ungaretti, Walter Benjamin und Cesare Pavese war häufig der emotionale Anstoss seines Komponierens. Unter den musikalischen Traditionen besass die polyphone Vokalmusik der Renaissance eine grosse Bedeutung für Nono. Deren Raumwirkung inspirierte ihn, nach kompositorischen Möglichkeiten einer im Raum kreisenden Musik ohne Anfang und Ende zu suchen.

 

 

Eine Koproduktion des Literaturhaus Zürich und Tonhalle-Orchester Zürich. Karten über Festspiele Zürich Ticket-Office c/o Tonhalle Zürich, Claridenstrasse 7, Eingang T, 8002 Zürich www.festspiele-zuerich.ch