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Programm

Donnerstag 24. April 2003  

Wilhelm Genazino

Datum: Donnerstag 24. April 2003
Zeit: 20.00 Uhr

Autor/in:
Moderator/in:

Andreas Isenschmid führt mit dem Autor ein Gespräch.

Was Wilhelm Genazino schreibt, ist durch das stillste Organ gegangen, über das wir verfügen: durch die Augen. In seinen Romanen löst er allein durch seinen Blick Menschen, Gesten, Regungen, Szenen und Gegenstände aus der Gleichgültigkeit. Er schrieb einmal den Satz: «Von mir aus müsste es keine gewichtigen Ereignisse geben.» Aber er entdeckt auch in allem Kleinen das Gewichtige, sieht überall und immer den Verweis auf eine tiefere Bedeutung. «Auf der Kippe» war der Titel seiner Kolumne in der NZZ, in der er anonyme und simpel scheinende Fotografien, die er auf Flohmärkten gefunden hatte, zum Sprechen brachte.
In seinem neuesten Roman «Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman» (Hanser Verlag 2003) folgt sein Blick einem Träumer, der immer an dasselbe denkt: ans Lesen und Schreiben. Und daran, endlich erwachsen zu werden und die drei Dinge zu haben, die es dazu braucht: eine Frau, eine Wohnung und einen eigenen, selbst geschriebenen Roman.

Der 1943 geborene Wilhelm Genazino erhält den Kunstpreis Berlin 2003, der als «Fontane-Preis» von der Abteilung Literatur der Berliner Akademie der Künste vergeben wird. Seit 1998 lebt er als freier Autor in Heidelberg.

Bücher in der Museumsgesellschaft: