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Programm

Montag 6. Februar 2006  

Zeruya Shalev - Israel

Datum: Montag 6. Februar 2006
Zeit: 20.00 Uhr
Preis normal CHF 15.00

Autor/in:
Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Michael Guggenheimer spricht - auf Englisch - mit der Autorin über ihren neuen Roman «Späte Familie» (Berlin Verlag, 2005). Graziella Rossi liest Passagen aus der deutschen Übersetzung von Mirjam Pressler.

Kierkegaard bemerkte einmal über das Leben, es habe das Missliche an sich, dass es nur rückblickend Sinn und Zusammenhang gewinnt, aber nach vorn gelebt werden muss. In ihrer erfolgreichen Beziehungstrilogie «Liebesleben» (2000), «Mann und Frau» (2001) und «Späte Familie» (Berlin Verlag, 2005) ahmt Zeruya Shalev kunstvoll diese Ahnungslosigkeit des Lebens nach, in dem man nie weiss, was die allernächste Zukunft bringen wird.
Shalevs letzter Roman kreist um den Zerfall einer Ehe, um die dramatische und doch erneuernde Krise, die dieser Prozess auslöst - und schliesslich um die neue, die «späte» Familie, die als hoffnungsvolle Möglichkeit aus ihr hervorgeht. Es macht die Anziehungskraft dieses Buches aus, dass Shalev in ihm die Fragen zum Verhältnis von Stabilität und Labilität, von Verlässlichkeit und herzklopfendem Erlebnis, von Liebe und Elternschaft mit grosser Dringlichkeit stellt und sie niemandem, der das Buch liest, erlässt.

Zeruya Shalev wurde 1959 im Kibbutz Kinneret geboren. Sie studierte Bibelwissenschaften und arbeitet heute als Autorin und Verlagslektorin in Jerusalem.

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