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Writer in Residence

Seit Dezember 2010 bieten das Literaturhaus Zürich, der Verein «Writers in Residence» und die Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton Zürich, eine Writers-in-Residence-Wohnung an. Wechselnde Autorinnen und Autoren aus aller Welt können sich hier in Ruhe jeweils während eines halben Jahres auf ihr Schreiben konzentrieren. Nach Xiaolu Guo (China/GB), Tadeusz Dabrowski (Polen), Shumona Sinha (Indien/Frankreich) und Viktor Martinowitsch (Weissrussland) ist Ken Bugul (Senegal) ab Juli die vierzehnte Writer in Residence in Zürich.

Ken Bugul, geboren 1947 als Mariétou Mbaye, studierte moderne Sprachen, Kommunikation und Betriebswirtschaft in Senegal und Belgien. Ihr Künstlername kommt aus ihrer Muttersprache Wolof (Senegals Umgangssprache) und bedeutet so viel wie «eine, die unerwünscht ist». Von 1986 bis 1993 arbeitete sie für die NGO IPPF (International Planned Parenthood Federation) in Nairobi (Kenia), Brazzaville (Kongo) und Lomé (Togo). Heute lebt und arbeitet sie im Senegal.

1982 debütierte Ken Bugul mit dem autobiografischen Bericht «Le Baobab Fou». Das Buch zählt zu den wichtigsten Dokumenten der frankophonen Literatur Westafrikas der 1980er-Jahre. Seither veröffentlichte Bugul zahlreiche Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Buguls Werk zeichnet sich durch eine hochliterarische Sprache aus, die sie mit den Rhythmen, und den gedanklichen Grundstrukturen des Wolof dicht verwebt. 2013 entstand der Dokumentarfilm «Ken Bugul, Personne n’en veut» der Schweizer Regisseurin Silvia Voser.