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Programm

Montag 25. März 2013  

Corina Caduff im Gespräch mit Thomas Macho

Corina Caduff hat schreibend über das Sterben und den Tod nachgedacht. Jetzt liegen ihre Essays «Szenen des Todes» (Lenos Verlag 2013) in Buchform vor. Das Gespräch mit der Autorin führt der Philosoph und Kulturwissenschaftler Thomas Macho.

Datum: Montag 25. März 2013
Zeit: 19.30 Uhr
18.00

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Dass das Leben nicht ohne den Tod gedacht werden kann, das ist nicht nur das grundlegende Denkmuster – der Grundton, der durch die gesamte Philosophie- und Kulturgeschichte hörbar ist. Vielmehr hat auch die rasante Entwicklung der Medien dazu beigetragen, eine «neue Sichtbarkeit des Todes» einzuleiten. Corina Caduff unternimmt in ihrem klugen neuen Essayband einen luziden Streifzug durch das noch immer diffizile Thema des Sterbens und des Todes. Ausgehend von einem «Besuch»  im Krematorium Nordheim in Zürich, geht die Autorin Fragen nach, was geschieht, wenn wir Tote sehen, zu denen man keine emotionale Verbindung hat. Sie untersucht die Bedeutung des Sichtbarmachens von Krankheit/ Sterben/ Tod für unsere spätmoderne Gesellschaft anhand von reality shows, die uns den Sterbevorgang radikal vor Augen führen. Oder sie denkt über Darstellungen von Toten im digitalen Leben nach.

 

Corina Caduff (*1965 in Chur), ist Autorin, Literaturkritikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2004 ist sie Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste. Zuletzt sind von ihr ebenfalls im Lenos Verlag u.a. «Kränken und Anerkennen» (2010) und «Land in Aufruhr. Die Künste und ihre Schauplätze» (2007) erschienen.

 

Thomas Macho ist seit den 90er Jahren Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt Universität in Berlin. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist der Tod und die Totenkulte. Diesem Thema widmete er neben seiner Habilitation «Von den Metaphern des Todes. Eine Phänomenologie der Grenzerfahrung» zahlreiche weitere Publikationen.

Bücher in der Museumsgesellschaft: