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Programm

Donnerstag 8. November 2007  

David Albahari - Serbien/Kanada

Datum: Donnerstag 8. November 2007
Zeit: 20.00 Uhr
15.00

Autor/in:
Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Andreas Breitenstein (Feuilletonredaktor, NZZ) führt mit dem Autor das Gespräch auf Englisch. Der Schauspieler Gian Töndury liest aus der deutschen Übersetzung.

David Albahari ist mit «Die Ohrfeige» (Eichborn, 2007) ein unfassbar grosser, unheimlich komplexer und abgründiger Roman gelungen - einen «Kafka für unsere Zeit» nannte ihn Andreas Breitenstein in der NZZ, denn wie bei Kafka wird der Held unerbittlich dem Absurden ausgesetzt, und wie bei Kafka steht das Geschehen ganz im Zeichen des Paradoxen: Das Alles scheint vom Nichts nur eine Haaresbreite entfernt, und an der Tiefe der Verwirrung offenbart sich die Grösse der Wahrheit.

Am Anfang von Albaharis neuem Roman steht eine einfache Ohrfeige (ein Mann schlägt einem jungen Mädchen am Ufer der Donau ins Gesicht), die der Ich-Erzähler als Einziger beobachtet, diese Ohrfeige jedoch verändert und verwirrt im Folgenden den ganzen Kosmos.

Entwurzelung und Exil, Erinnerung und Erlösung, Selbstbefreiung und Schuld: Wie in seinen beiden Meisterstücken «Mutterland» (1996, dt. 2002) und «Götz und Meyer» (1998, dt. 2003) schreibt David Albahari unverkennbar aus seiner jüdischen Identität heraus. 1948 wurde David Albahari in Serbien geboren, seit 1994 lebt er in Kanada.

Bücher in der Museumsgesellschaft: