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Programm

Donnerstag 13. Oktober 2005  

Sabine Richebächer über Sabina Spielrein

Datum: Donnerstag 13. Oktober 2005
Zeit: 20.00 Uhr
15.00

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Am Abend des 17. August 1904 wurde eine junge Russin mit allen Anzeichen einer Hysterie in die Psychiatrische Klinik Burghölzli eingeliefert. Für C.G. Jung bot sich die Gelegenheit, an Sabina Spielrein zum ersten Mal Freuds Methode auszuprobieren. Im Verlauf dieser Analyse entstand eine Liebesbeziehung zwischen Arzt und Patientin, die andauerte und schliesslich in einem Fiasko endete. Nach ihrer Gesundung studierte Spielrein Medizin und arbeitete später selber als Psychoanalytikerin. Ihre höchst anspruchsvollen wissenschaftlichen Publikationen waren wegweisend, ihr Schicksal jedoch blieb lange im Dunkeln.
Die Biografie von Sabine Richebächer (Dörlemann Verlag, 2005) erzählt nun, wie aus dem jüdischen Mädchen aus Rostow am Don eine eigenständige Wissenschaftlerin ersten Ranges wird, eine Pionierin in der Erforschung der kindlichen Seele. Sie zeigt ein unruhiges, mutiges und bewegendes Leben, das unter Hitlers Mordkommandos ein frühes und tragisches Ende nahm. Sabina Spielreins Traum war es, mutig zu sein.

Bücher in der Museumsgesellschaft: