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Programm

Mittwoch 3. Juni 2009  

ZKB Schillerpreis 2009 an Gertrud Leutenegger

Datum: Mittwoch 3. Juni 2009
Zeit: 19.00 Uhr
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Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Gertrud Leutenegger stellt aus verschiedenen ihrer Texte eigens für diese Preisverleihung eine Lesung zusammen: Leitfaden ihrer Lesung wird das für ihr Schaffen zentrale Motiv des Vogelflugs und Vogelfangs sein. Laudatio: Christine Lötscher (Literaturkritikerin u.a. beim Tages-Anzeiger) Begrüssung: Liselotte Illi (ZKB Bankpräsidium), Dominik Müller, Präsident der Schweizerischen Schillerstiftung.

 Mitte der 70er Jahre erschienen die beiden Romane «Vorabend» (Suhrkamp, 1975) und «Ninive» (Suhrkamp, 1977), die umgehend einen wichtigen Platz in der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur eroberten. Bis heute veröffentlichte Gertrud Leutenegger zahlreiche Romane, einige Gedichtbände und ein dramatisches Poem, zuletzt erschien «Matutin» (Suhrkamp, 2008), aus dem sie im Oktober 2008 im Literaturhaus Zürich zum ersten Mal las, und für das sie nun den diesjährigen ZKB Schillerpreis erhält. Eines der zentralen Themen ihres jüngsten Buches sind die grausamen Methoden des (südschweizerischen) Vogelfangs, die Mitte des 19. Jahrhunderts endlich verboten wurden - und damit geht es um die Begriffe der Freiheit, der Ungebundenheit und deren Gegenteil. Gertrud Leutenegger ist eine Meisterin der poetischen, feinen, lichten Sprachfindung, die es seit den Anfängen ihres Schreibens auf grossartige Weise versteht, ihre zentralen Motive immer wieder neu und einzigartig in den jeweiligen Text einzuweben.