So 21.9.  
2025  
11:15 Uhr
Literatur und Musik: Thomas Adès und Robert Hunger-Bühler
Ort: Kleine Tonhalle, Claridenstrasse 7, 8002 Zürich
Pünktlich zum Herbstbeginn spürt die Reihe «Literatur und Musik» den Metamorphosen der Pflanzen und Klänge nach.

Der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès, der 2025/26 Creative Chair beim Tonhalle-Orchester Zürich ist, gehört zu den gefragtesten zeitgenössischen Künstler*innen überhaupt. Er begeistert zudem als Pianist und ist als solcher auch bei diesr Matinée zu erleben: Er spielt zwei seiner luziden und schwungvollen Mazurkas für Klavier solo, die anlässlich des Chopin-Jubiläums 2010 entstanden sind. Sie machen bereits deutlich, wie mitreissend er Komplexität und unmittelbare Verständlichkeit in seiner Musik vereint. Als leidenschaftlicher Kammermusiker inszeniert er vom Klavier aus gemeinsam mit Musiker*innen des Tonhalle-Orchesters Zürich verschiedene Aspekte des menschlichen Daseins in seinem Werk «Növények» («Pflanzen», «Dinge, die wachsen»). Dieser Zyklus ungarischer Gedichte über Pflanzen und Menschen steht meisterhaften literarischen Metamorphosen gegenüber − von Ovid, bei dem sich Menschen in Pflanzen verwandeln, bis zu Marcel Prousts 3000seitiger «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit», bei dem aus dem sommerlichen Duft von getrockneten Lindenblüten  das Leben des Erzählers aus einer Tasse Tee aufsteigt.

 

Einleitung: Thomas Adès

Lesung: Robert Hunger-Bühler

Musik: Julia Becker (Violine), George-Cosmin Banica (Violine), Sarina Zickgraf (Viola), Thomas Adès (Klavier), Gabriele Ardizzone (Violoncello) und Samuel Alcántara (Kontrabass) mit Katalin Károlyi (Mezzosopran)

Büchertisch: www.buchland.ch

In Kooperation mit dem Tonhalle Orchester Zürich

 

Hinweise zur Barrierefreiheit in der Tonhalle:

Personen im Rollstuhl müssen sich bis spätestens 4 Tage vor Veranstaltungsbeginn bei der Billettkasse anmelden, um einen Rollstuhlplatz im Saal zu bekommen (per E-Mail oder unter +41 44 206 34 34). Weitere Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie hier.

Foto: Thomas Egil, Marco Borggreve