So 25.2.  
11:00 Uhr
Verschwindet die Literatur im Krieg? Mit Tanja Maljartschuk und Jurko Prochasko
Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Sprache: Das Gespräch findet auf Deutsch statt.
TAGE INTERNATIONALER LITERATUR: VOM VERSCHWINDEN

2018 hat Tanja Maljartschuk in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmannpreis erhalten. Seither hat sie einen Roman veröffentlicht («Blauwal der Erinnerung»), Erzählungen und den brillanten Essayband «Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus» (Kiepenheuer & Witsch 2022). Im letzten Jahr, 2023, sagte die ukrainische Autorin dann bei ihrer Eröffnungsrede in Klagenfurt: «Ich betrachte mich [heute] als eine gebrochene Autorin, eine ehemalige Autorin, eine Autorin, die ihr Vertrauen in die Literatur und – schlimmer noch – in die Sprache verloren hat.»  Ausgehend von ihrer Klagenfurter Rede wollen wir mit Tanja Maljartschuk darüber sprechen, was der Krieg auch kulturell oder literarisch zum Verschwinden bringt, konkreter: Die Gefahr des literarischen Verstummens von Kulturschaffenden im Krieg, das Misstrauen einer Sprache und Literatur gegenüber, die ihre Kraft und Berechtigung zu verlieren drohen.  Als zweiter Gast ist  Jurko Prochasko dabei: Er ist Übersetzer aus dem Deutschen,  Autor, Herausgeber und eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen der Ukraine.  Als ausgebildeter Psychoanalytiker kann er  zudem einen präzisen und differenzierten Blick auf die vielen Formen des Verstummens werfen. Er wird für das Festival aus Lemberg anreisen.

Das Gespräch moderiert Sylvia Sasse, sie ist Professorin am Slawischen Seminar der Universität Zürich. Sie wird den Blick nicht nur auf die Fragen des Verschwindens richten – sondern auch darauf. was diesem entgegengesetzt werden kann und wie Literatur und Autor*innen jenseits gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen eine künstlerische Heimat behaupten können.

Das gesamte Programm auf einen Blick finden Sie im Flyer zum Festival.

Moderation: Sylvia Sasse

Büchertisch: mille et deux feuilles – Buchhandlung zum Mittelmeer und mehr

In Kooperation mit «Debates on Europe» und dem Slawischen Seminar der Universität Zürich

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Foto: Michael Schwarz / zVg