TAGE INTERNATIONALER LITERATUR

Wie kann man eine Region besser entdecken als durch ihre Geschichten und die Menschen, die sie schreiben? Seit 2016 lädt das Literaturhaus ein zu literarischen Entdeckungsreisen rund um die Welt. Vom 22. bis 27. Februar 2023 liegt der Fokus auf der Literatur aus dem Baltikum. 

Tage internationaler Literatur

Jeweils am letzten Februarwochenende lädt das Literaturhaus dazu ein, an einem dreitägigen Festival die Literatur eines Landes oder einer geographischen Region näher kennen zu lernen. Im Zentrum stehen die Literatur und das Erzählen in vielen unterschiedlichen Formen; zu Gast sind Autorinnen und Verleger, Publizisten und Übersetzerinnen, Musiker und andere Künstler.  So werden Einsichten und Eindrücke möglich, die über tagesaktuelle Klischees und vermeintlich Bekanntes weit hinausgehen. 

Bisher fanden die Tage arabischer, russischer, indischer, argentinischer, südafrikanischer, südosteuropäischer und kaukasischer Literatur statt. 

Baltikum 22. bis 27. Februar 2023

Bereits zum achten Mal organisiert das Literaturhaus ein Festival, das sich mit einer Region und deren Literatur auseinandersetzt. 2023 laden wir Autor*innen, Übersetzer*innen und Künstler*innen aus dem Baltikum ein: Krista Anna Belševica, Sebastian Guggolz, Semjon Hanin, Cornelius Hasselblatt, Janis Jonevs, Maarja Kangro, Laurynas Katkus, Hasso Krull, Dovilė Kuzminskaitė, Ieva Kunga, Nicole Nau, Artis Ostups, Claudia Sinnig, Eckhard Schumacher u. a.

Einerseits haben Estland, Lettland und Litauen sehr unterschiedliche kulturelle und literarische Traditionen. Zum anderen teilen die Länder viele gemeinsame historische Erfahrungen. Die Nachbarschaft zu Russland, die Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts und die akute Bedrohungslage durch den Krieg gegen die Ukraine sind Faktoren, die auch das literarische Schaffen prägen. Neben Gesprächen über Prosa und Lyrik, Übersetzen und literarische Traditionen wird es deshalb auch um politische und gesellschaftliche Prozesse gehen. Und um das Potential der Literatur, komplexe Vorgänge besser zu verstehen und allenfalls neue Wege für die Zukunft zu denken.

Programmkuration: Isabelle Vonlanthen

In Kooperation und mit Unterstützung von: S. Fischer Stiftung, Förderprogramm Toledo, Internationales Forschungskolleg Baltic Peripeties, Slawisches Seminar der Universität Zürich, Lettisches Literaturzentrum, Estnisches Literaturzentrum, Litauisches Kulturzentrum, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Stiftung Temperatio, Cartoonmuseum Basel, ZHdK, Kino Xenix u.a.